Lilith und ihr Langzeitliebster waren vier Jahre unzertrennlich. Im Juni starb Kater Devil und seitdem ging es mit Lilith bergab. Hilfe war nötig.
Wir haben die „verwitwete“ Lilith zu uns genommen, bevor sie im Olivenhain an gebrochenem Herzen stirbt. Anfangs sah es so dramatisch gar nicht aus. Lilith und die Katzen meiner Olivenhain-Kolonie, um die sich Kater Devil gekümmert hatte, schienen sich gegenseitig zu trösten. Doch dann isolierte sich Lilith immer mehr in ihrem Kummer, nahm kaum noch Nahrung zu sich und verlor deutlich an Gewicht. Die Arme sah schlimm aus 🙁
Lilith zu holen, war nicht so schwer. Sie kennt mich, solange sie lebt, und kam in der Vergangenheit beim Füttern oft auf meinen Arm. Ursprünglich wollten wir die Tochter von Käsekätzchen Nicky schon 2023 mit nach Kontomari nehmen. Schließlich hatte ich der sterbenden Nicky versprochen, mich um Lilith zu kümmern. Doch Kater Devil war so extrem ortsgebunden und trennen wollten wir die beiden Turteltäubchen nicht.
Es brauchte trotzdem zwei Versuche, ehe ich Lilith jetzt eingefangen hatte. Denn beim ersten mit der Tragetasche war ein Reißverschluss offen 🙁 Mit der Transportbox klappte es auf Anhieb. Und los gings – zunächst allerdings zum Tierarzt nach Chania.
Lilith in der Tierklinik
In unserer Stammklinik kümmerte sich Tierärztin Kristina um unseren Neuzugang. Sie fand eine ausgeprägte Zahnfleischentzündung und schwer behandlungsbedürftige Zähne. Mehr nicht – weder FeLV oder FIV, noch anderes Böses. So konnte Lilith – versorgt mit Langzeitantibiotikum und Schmerzstllern – am nächsten Tag in unser Gästezimmer einziehen.
Letzte Woche fand die Zahn-OP erfolgreich statt. Dass Lilith nochmal zum Arzt musste, störte etwas die Eingewöhnung, aber das wird. Weitere Tierarztbesuche können wir der Süßen jedoch nicht ersparen. Alle Impfungen fehlen noch. Die eine, die sie 2022 gleich nach der Sterilisierung erhalten hatte, zählt nicht mehr, weil die Booster fehlen.
Lilith ist fast schon angekommen

Zwei Wochen ist Lilith nun bei uns. Der Anfang war wie immer schwer. Es braucht nun mal Zeit, bis sich die Katzen aneinander gewöhnt haben und die Faucherei aufhört. Tagsüber liegt Lilith aber schon zum Schlafen auf unserem Bett – auf Toris Decke – und lässt sich dabei weder von Hundemädchen Tori noch von unseren anderen Miezen stören.
In den ersten eineinhalb Wochen störte Liliths Unruhe in der Nacht erheblich, denn sie lief laut miauend rastlos umher. Das war mir zuletzt schon abends im Olivenhain aufgefallen. Wir vermuteten psychische Probleme nach dem Verlust ihres Liebsten. Denn Wesensänderungen nach Todesfällen mussten wir auch schon bei unserer Mischy nach dem Verlust ihrer Geschwister Spotty und Ms. Piggy erleben. Katzen sind einfach extrem sensibel. Zum Glück dauerte der Zustand bei Lilith nicht so lange wie bei unserer blinden, hypersensiblen Mischy, so dass wir jetzt wieder schlafen können.

Und dann wünschen wir uns, dass Lilith, sobald sie nach dem Impfzyklus in den Garten darf, bei uns bleibt. Ihr alter Revier liegt leider nur 800 Meter entfernt. Das ist nichts für Katzen! Unsere Honey war 2023 sofort wieder verschwunden, da hatten wir aber auch noch keine Ahnung, wie Umsetzung gelingt. Mit dem Umweg über Chania und der langen Zeit im Haus hat Lilith die Fährte hoffentlich verloren.























































