Trixi ist noch immer zu klein, aber sehr mobil und aufgeweckt. Sie lebt seit Dezember 2025 mit uns. Im März haben wir sie offiziell adoptiert.
Als wir Trixi an jenem stürmischen und kalten Adventsabend Anfang Dezember am Futterplatz in Kontomari entdeckten, war sie noch weitaus winziger. Wir nahmen das soeben entsorgte Katzenbaby mit – obwohl wir gar keinen Platz mehr hatten. Wobei „mitnehmen“ zu harmlos klingt. Denn die völlig verstörte Mini-Mieze wehrte sich beißend und kratzend. Norbert brauchte Schutzhandschuhe und musste sich bei dem Regen mehrfach in den hohen Klee werfen, um die vor Angst schreiende Kratzbürste einzufangen. Doch mit ihren neun Wochen hätte sie bei dem aufziehenden Unwetter draußen nicht lange überlebt. Dass wir sie nicht zurück ins Streunerleben schicken werden, stand sofort fest. Wir würden das schon hinbekommen.
Trixi zieht bei uns ein.
Nach einer provisorischen Nacht im warm hergerichteten, weil draußen abgeparkten Reserve-Stubenkäfig kauften wir eine zweite große Hundebox und holten die Kleine ins Haus. Wir brachten sie vorerst im Gästezimmer unter, das zu dieser Zeit auch unser F.I.P.-Patient Bolle „bewohnte“. Da seine Hundebox in der anderen Zimmerecke stand und er sich eh‘ nicht bewegen konnte, bestand für beide keine Gefahr.
Schnell wurde Trixi zahm – und extrem süß. Sobald sie Quarantäne und Besuch beim Tierarzt hinter sich hatte, begann sie, ihr neues Zuhause und die anderen Miezen kennenzulernen. Klein-Babsy und ein paar der großen Kater nahm sie sofort für sich ein. Babsy zeigte ihr leider auch, wie man sich prügelt und rücksichtlos durchsetzt 🙁 Nun ja, alle verzeihen ihr – noch. Von Mila lernte sie, wie man im Außengehege perfekt herumklettert. Das kann Trixi inzwischen so gut, dass wir sie Äffchen genannt haben.
Drei Monate sind nun vergangen.
Wir haben das „Mäuschen“ gehegt und gepflegt. Sie hat alle Impfungen und Untersuchungen hinter sich und gedeiht prima. Per Zufall scheint vor Kurzem auch die Bremse im Wachstum gelöst worden zu sein. Denn nach der Behandlung gegen den Magenvirus legt die Süße endlich an Gewicht zu. Da hätten wir auf die Sterilisation gar nicht so lange warten müssen. Sie kam etwas spät, aber Trixi war lange einfach zu klein. So mussten wir zusammen erneut die erste Rolligkeit durchleben 🙁 Zum Glück waren wir dieses Mal mit Beruhigungsmitteln ausgestattet und das Ganze dauerte auch nicht so lange wie zuvor bei Babsy.
Trixi wäre also in Kürze bereit für die Natur – theoretisch. Ob sie wirklich raus will, wird sich zeigen. Aktuell folgt sie uns im Haus wie ein Hündchen. Und schließlich haben wir schon bei Mila und Leni erlebt, wie das so mit handaufgezogenen Katzenkindern laufen kann. Als wir beide draußen hatten, lag Mila zitternd auf einer Mauer und wartete, bis ich sie zurück ins Haus trage. Ihre Schwester Leni lief sofort wieder ins Haus und versteckte sich. Wir werden sehen und warten eh‘ lieber ab, bis Kater Dolfi als Body-Guard nach seinen schweren Verletzungen wieder einsatzfähig ist …











































