Auch 2025 wurde es in unserem Cat-Paradies nicht langweilig. So viele Neuzugänge wie 2024 gab es nicht. Ausreichend zu tun ist trotzdem, denn bei den Streuner war viel los.
Neben unserem Hundemädchen leben aktuell 15 Katzentiere bei uns: unsere blinde Mischy natürlich, ihre drei Monate jüngeren Cousins Blacky, Ginger und Dolfi, unsere älteren Zuwanderer Grauki und Moni sowie unsere süßen sechs Rettungsfälle aus dem letzten Jahr. Suzy, Lucky, Speedy und Lucy sowie Mila und Leni sind inzwischen große gesunde Miezen geworden. Süß waren sie ja eh‘ schon immer 🙂 Vergessen die Sorgen (und Kosten). die wir mit ihnen als Babys hatten. Macht erstmal zwölf. Die Nummer 13 aus dem Vorjahr – Vampy – hat sich inzwischen bei unseren britischen Nachbarn auf dem Grundstück gegenüber niedergelassen. Der hübsche rabenschwarze Kater besucht uns aber noch. Neu eingewandert ist Kater Dicky. Dann haben wir im September noch das freche bunte Teufelsmiezlein Babsy ins Haus geholt und kurz vor Weihnachten die winzige Trixie.
Das sind unsere Miezen auf dem Grundstück:
Mischy
Mischy, die einzig Überlebende unserer weißen Tiger, hat sich nach den Schicksalsschlägen der letzten beiden Jahre gefangen und mit (fast) allen Mitbewohnern arrangiert. Uns fällt es immer noch schwer zu akzeptieren, dass diese wunderschönen Augen nicht sehen können. Ob nicht doch, wenigstens etwas, müssten wir in Athen testen lassen. Den Stress wollen wir ihr nicht zumuten. Aber um die Epilepsie werden wir uns jetzt kümmern.
Norbert ist weiter Mischys Lieblingsmensch. Wobei ich auch anwesend sein muss, damit sie nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Fahre ich weg, lasse ich ihr deshalb meine benutzten T-Shirts da. Sie liebt sie 🙂
Blacky & Ginger
Wenn einer der beiden Brüder auf dem Grundstück ist, ist der andere bestimmt nicht weit, auch wenn beide nicht (mehr) so unzertrennlich sind wie unsere kleinen Kobolde, die beiden Ginger-Mädchen oder einst unsere weißen Tiger. Blacky fordert weiter seine Schmusemomente ein, wahlweise auf oder in meinem Arm. Dazu kommt er auch gern ins Haus. Wegen seiner manchmal schlechten Laune haben wir ihm den Beinamen „Stinkstiefelchen“ verpasst. Ginger kommt oft spät abends oder nachts ins Haus und will dann mit Norbert im Gästezimmer schmusen – allein. Draußen hat er sich inzwischen leidlich mit den anderen arrangiert und frisst sogar manchmal mit ihnen.
Dolfi
Dolfi ist souverän und weiß genau, was er will. Der etwas klein geratene „Kompaktkater“ hat einen total süßen Charakter, obwohl er auch ganz schön austeilen kann. Zum Glück ist sein Entdeckertrieb nicht mehr so ausgeprägt. Was wohl daran liegt, dass er inzwischen alles auf dem Grundstück genau kennt. Denn sobald etwas Neues auftaucht, iwird unser „Ingenieur“ sofort wieder aktiv.
Seine Aufgabe als Ziehvater der weißen Kobolde ist beendet. Er liebt sie immer noch (und umgekehrt), braucht manchmal aber auch Abstand von dem quirligen Quartett. Dann wandert er zu unseren britischen Nachbarn, um sich dort an den Besucherplätzen vom Großfamilien-Dasein zu erholen.
Grauki
Über Kater Grauki gibt es wenig Neues zu berichten. „Faulster Kater“ trifft es immer noch. Doch Grauki ist halt schon etwas älter und braucht seine Ruhe. Die holt er sich draußen, gern aber auch im Haus. Da besteht er auf seinen Streicheleinheiten, für die er sich einfach auf uns legt. Das kann unangenehm werden, denn er ist sehr schwer.
Grauki scheint inzwischen auch Schwierigkeiten mit dem Gehör zu haben – versäumt sogar die Leckerli-Runde, weil er die Tüte nicht hört. Doch weit weg geht er eh‘ nie. Und bei uns auf dem Grundstück ist er sicher.
Meine felligen Töchter Mila & Leni
Die gingerfarbenen Katzenmädchen Mila und Leni sind ohne Mutter bei und mit uns aufgewachsen, lange isoliert von den anderen. So sind wir für sie Mama und Mama, wobei Mila mehr auf mich, Leni mehr auf Norbert fixiert ist. Wir hatten beide mal im Garten, doch sie wollten gar nicht. Mit uns im Haus fühlen sie sich sehr viel wohler.
Hätte ich eine esoterische Ader, würde ich denken, dass Piggy die beiden geschickt hat, damit ich aufhöre, mich meiner übergroßen Trauer hinzugeben. Mila ist genau wie einst Piggy: frech, aufgeweckt, hyperaktiv und dabei so total lieb und kuschlig. Ihr Lieblingsschlafplatz ist mein Arm. Auch ansonsten folgt sie mir überall hin. Die wunderhübsche Leni ist sanfter vom Charakter, aber hellwach. Und beide lieben Hundemädchen Tori abgöttisch.
Unsere verkuschelten Kobolde Lucy, Suzy, Lucky & Speedy
Unsere kleinen Kobolde sind große und wunderschöne Katzen geworden, dabei immer noch total verkuschelt und unzertrennlich. Als Kater Lucky im Sommer wegen Magenproblemen in die Tierklinik musste, gab es dort ernste Probleme. Denn Lucky frisst nur im Team. Die Ärztinnen mussten andere Katzen zu ihm setzen 🙂
Auch mit den anderen Miezen bei uns kommen alle bestens aus. Mit Ziehvater Dolfi eh‘. Inzwischen klappt es aber auch mit Blacky und Ginger. Vor allem aber lieben sie Hundemädchen Tori. Wenn sie ins Haus kommen, laufen sie zuerst zu ihr, um sich die Ohren waschen zu lassen. Da könnten wir glatt eifersüchtig werden. Doch auch uns lieben sie. Sobald wir das Grundstück betreten, fallen alle um und fordern ihre Streicheleinheiten ein.
Unsere 1000-Euro-Mieze Moni
Unsere weiße Wuschelkatze hat ein schwieriges Jahr mit zwei langwierigen, kostenintensiven Behandlungen hinter sich. Nachdem wir den Eosinophilen Granulom-Komplex im Griff hatten, folgte im Sommer die nächste Hiobsbotschaft. Moni kämpfte um ihr Leben. Zum Glück war es doch kein Rattengift, sondern „nur“ der Biss einer giftigen Spinne. Jetzt bleibt Moni im Haus. Seit die kleine Babsy bei uns ist, will sie auch gar nicht mehr raus. Das quirlige Teufelsmiezlein tut Moni ausgesprochen gut. Und umgekehrt.
Spezialfall Dicky
Auch Dicky kam, um zu bleiben. Nachdem der schon etwas ältere Einwanderer nicht gehen wollte, schafften wir ihn zur Kastration zum Tierarzt in Maleme. Doch das Thema war schon durch. Stavros vermutete aber, es sei an Krebs erkrankt. Wir ließen das in der Tierarztpraxis von Sofi Terezaki abklären. Krebs wurde ausgeschlossen, doch Leber und Nieren waren nicht okay. Und so begann eine komplizierte, langwierige Behandlung.
Leider hatte der mächtige Kater irgendwann mittendrin genug. Er brach eines nachts gewaltsam aus unserem Haus aus und zerstörte dabei die Falt- und die Fliegengittertür. Sein Diätfutter hatte er da eh‘ schon lange abgewählt. Da er auf jeden Fall Nahrung zu sich nehmen musste, durfte er schnell wieder fressen, was immer er wollte.
Trotz rudimentärer Behandlung geht es dem Kater heute recht gut. Er ist akzeptiert und hat draußen seine Schlafplätze gefunden. Nur manchmal kommt er ins Haus. Und er weiß, wo es gemütlich ist und wie er zu seinen Streicheleinheiten kommt.
Teufelsmiezlein Babsy
Die kleine freche Babsy lebt seit September bei uns. Sie ist ein echter Gewinn, auch wenn sie uns ziemlich auf Trapp hält. Doch das nehmen wir gern in Kauf. Die Süße kennt keine Scheu und geht direkt auf unsere anderen Tiere zu, selbst auf Gasthund Rita. Unser Hundemädchen Tori ist eh‘ Babsys Freundin. Schließlich hat Tori den Zwerg gefunden. „Zwerg“, denn Babsy ist auch jetzt mit fast sechs Monaten noch extrem klein. Doch sie ist kerngesund, allerdings außergewöhnlich munter. Wie soll man da zunehmen? In Moni hat Babsy eine großartige Freundin gefunden, mit der sie den ganzen Tag toben und herumbalgen kann.
Baby Trixie
Baby Trixie fanden wir am zweiten Advent auf dem spätabendlichen Nachhauseweg. Da war sie gerade frisch ausgesetzt worden – zum Sterben verurteilt, auch wegen des schweren Unwetters, das gerade aufzog. Norbert fing die völlig verängstigte kleine Kratzbürste ein. Nach einer Nacht im warm hergerichteten Außenkäfig besorgten wir eine zweite große Hundebox und holten die Kleine ins Haus. Schnell wurde Trixie zahm. Nach Quarantäne und Besuch beim Tierarzt begann sie, ihr neues Zuhause und die anderen Miezen kennenzulernen. Klein-Babsy und ein paar der großen Kater hat sie schon für sich gewonnen.
15 Katzen – das klingt für deutsche Ohren erstmal asozial … Ist es aber überhaupt nicht, zumal wir auf dem Grundstück genug Platz und uns gut organisiert haben. Dauerhaft im Haus leben neben Mischy noch Mila & Leni. Moni sollte besser drinnen bleiben, Babsy und Trixie müssen, bis sie sterilisiert und zu groß für Raubvögel sind. Die anderen haben freie Wahl und auch draußen gemütliche warme und trockene Schlafplätze. Solange das Wetter stimmt, spielen sie draußen und kommen nur rein, wenn sie schmusen wollen. Das können sie dann sehr ausdauernd 🙂 Bei Regen und (kretischer) Kälte trampeln sie sofort vor der Tür. Da wird es dann manchmal recht eng bei uns.
Mehr potenzielle Migranten
Nach einem Sommer ohne ausgesetzte Kätzchen im Dorf wollten wir fast schon feiern. Doch zu früh gefreut! Jetzt, wo die Ferienhäuser um uns herum verlassen sind, suchen Katzenkinder ein neues Zuhause. Verwahrloste kleine Überlebenskünstler tauchten auf, doch unsere Hilfe kam zu spät. Ein neues Katzenbaby fand sich auch gerade an. › Mehr lesen
Bleiben meine Semi-Streuner im Olivenhain …
Fehlt Nannys buntes Katzenmädchen Tichy, DIE Herausforderung beim Kastrieren. Sie ist so scheu, dass ich nicht einmal neue Bilder machen konnte 🙁
Problemfall Katzenkolonie im Olivenhain
Aus fünf Miezen im Juni 2023 waren bis Ende 2024 neun geworden. Ein Jahr später sind es sogar zwanzig, die zweimal täglich versorgt werden wollen. Das bringt uns an die Grenze des Machbaren. Schließlich geht es nicht nur um Futter und Wasser, sondern auch um die medizinische Versorgung – sofern die Fellnasen kooperativ sind oder wir sie fangen können. Bisher waren wir mit Kastrationen sehr erfolgreich – mit einer Ausnahme, leider …
„Schuld“ am Zuwachs sind v.a. zwei Katzenmütter, die je vier Babies brachten:
TYCHY
Wir fühlen uns wie Versager, denn Tychy ist immer noch nicht sterilisiert. Viele Tage saßen wir im letzten Winter erneut mit der Falle im Olivenhain, leider weiterhin vergebens. Tychy ging einfach nicht rein. Sie ist so scheu, wie sie es immer schon war, und dabei höchst clever. Aber Tychy kümmerte sich vorbildlich um ihren süßen Nachwuchs, den ich – passend zu ihrem Charakter – Oskar, Bolle, Max und Moritz taufte. Zum Glück sind die vier männlich. Da kostet die Kastration weniger. Wobei der kleine Bolle gerade ganz andere Probleme hat, denn er ist lebensbedrohlich an FIP erkrankt und befindet sich für die Behandlung bei uns im Haus.
MAVROMANOLITSA
Die Schlldpatt-Katze Mavromanolitsa tauchte im Mai neu am Futterplatz auf, bald mit vier Baby-Kätzchen. Als Mutter war sie scheußlich und brauchte anfangs sehr viel Unterstützung.
Mavromanilitsa gehörte einem Dorfbewohner, der Ostern verstorben war. Über den Sommer fütterten auch Eleni, eine Cousine des Verstorbenen, und andere Verwandte sowie Touristen aus den nahen Airbnb-Häusern mit. Eleni half mir auch beim Einfangen der Mutter und einer ihrer Töchter für die Sterilisierung. Beim zweiten Mädchen ging das Einfangen gründlich schief. Das höchst aggressive Kätzchen verletzte mich so böse, dass ich zum Arzt musste. Danach war es dermaßen misstrauisch, dass wir Fangversuche vorerst einstellen mussten. Die beiden Jungs sind eh‘ erst später dran.
Apropos Jungs …
Erwachsene Kater wanderten 2025 auch wieder ein – einer, der sich der Kastartion bisher entzogen hat, solche, die nach der Kastration wieder verschwanden, und einer, der seitdem regelmäßig kommt. Seine Kastartion kam leider zu spät. Er ist der Vater von Mavromanolitsas zuckersüßen Kätzchen. Das süße Grauchen würde ich am liebsten zu uns holen. Doch erstens ist es bei uns schon recht voll und zweitens fühlt sich der kleine Kater unten im Dorf mit seinen Geschwistern sehr wohl.
Ganz schön voll geworden im Olivenhain! Und unser „Hobby“ kostet richtig Geld. Zur Zeit sind noch zwei Mädchen und acht Jungs zu kastrieren. Macht rund 1.000 Euro. Doch das Gefühl, helfen zu können, ist wunderschön.






























































































