Gestern ist unser Transportgut vollständig und heil bei uns angekommen. Transportkapazität über ClickTrans zu buchen, war eine gute Entscheidung – trotz des Risikos.
Auf der Suche nach einer Möglichkeit, unser Berliner Schlafzimmer und ein paar andere Dinge, die wir hier brauchen können, doch noch kurzfristig nach Kreta zu holen, landete ich bei ClickTrans. Peter Becker, der unseren ersten Transport im November 2019 gefahren hatte, wäre mir lieber gewesen, konnte aber nicht.
ClickTrans fand ich auf Google. Der in Polen ansässige Online-Marktplatz verbindet Einzelpersonen und Unternehmen mit Transportanbietern. Nun habe ich mich aufgrund meiner persönlichen und beruflichen Historie noch nie vor osteuropäischen Anbietern gefürchtet, etwas Risiko war bei einer unbekannten Plattform aber schon dabei. Meine Anfrage war schnell eingestellt und in Windeseile trudelten die Angebote ein – von Firmen, aber auch Einzelkämpfern, die zum Teil Dumpingpreise aufriefen. Ich entschied mich für Amvrosia mit Sitz in Bulgarien sowie Dependancen und Partnern in Deutschland und Griechenland. Dumping boten sie nicht, sie schienen mir aber auch deshalb zuverlässig.
Abholung in Berlin
Am 19. Juni holte ein Transporter der Firma unsere Sachen ab und fuhr sie nach Stuttgart ins dortige Lager. Vor Ort sollten sie auf eine Palette umgeladen und dann am Montag per klassischem Schwerlaster zusammen mit vielen anderen Gütern auf die Reise gehen. Ab Athen würde ein Kooperationspartner aus Chania übernehmen.

Was vor dem Fahrstuhl noch extrem viel aussah, wirkte im Transporter völlig verloren.
Ich war bereits ein paar Tage eher in Berlin, um die Sendung vorzubereiten. „Vorbereiten“ hieß in diesem Fall auch, das schwere Vollholzbett mit Bettkästen komplett auseinanderbauen, über die schmale geschwungene Treppe in die untere Etage schaffen und transportfertig machen. Dass Norbert wegen unserer Tiere nicht mit nach Berlin kommen konnte und mein Sohn krankheitsbedingt ausgefallen war, fand ich nicht schwierig. Am Ende hatte ich die Aufgabe aber doch unter- und mich überschätzt. Zum Glück macht auch meine Tochter Krafttraining und konnte mir helfen. Wir meisterten die Herausforderung, doch ich fiel halbtot in den Flieger zurück nach Chania.
Mehr als einmal hatte ich beim Packen an Peter Becker gedacht. Da wäre vieles einfacher geworden, vor allem hätte ich alle Schubladen vollpacken und mir das Einwickeln in Folie sparen können. Peter Becker hätten die Ohren klingen müssen 🙂 Die Ironie: An dem Tag, als ich nach Berlin flog zum Packen, traf eine Nachricht von ihm ein. Im September gäbe es vielleicht eine Möglichkeit. Wie schade!
Warten …
Das Warten wurde der schwierigste Part in dem ganzen Unterfangen. Rund zehn Tage sollte es dauern, bis alles bei uns eintrifft. Es wurden drei Wochen ab Abholung – eigentlich kein Problem, ich hätte mir aber doch etwas mehr Kommunikation gewünscht. Die war im Vorfeld der Beauftragung deutlich besser. Aber egal: Sobald ich eine Frage gestellt hatte, erhielt ich kurze Zeit später auch eine Antwort. Für die schnelle Kommunikation hatten wir uns auf Whatsapp geeinigt. Lediglich für die offiziellen Dinge nutzten wir den Weg per E-Mail. Meine Ansprechpartnerin Iphigenie sprach Deutsch und Griechisch, der Fahrer bei Abholung auch, die Leute bei der Auslieferung sprachen Griechisch und Englisch.
Alles heil auf Kreta angekommen

Fleißige Helfer beim Aufbau
Für die Auslieferung auf Kreta war Akrotiri Road Transport in Chania zuständig. Die Company ließ sich Zeit, denn bereits am Montag hatten sie die Sendung in Athen übernommen, erfuhr ich.
Gestern war es dann aber endlich soweit. Wir ließen alles einfach auf dem Hof abladen, regnen wird es um diese Jahreszeit wohl nicht. Nach und nach kümmern wir uns nun ums Aufbauen und Einräumen. Da sich Norbert nach seinem Krankenhausaufenthalt noch erholen muss, wird es leider etwas dauern, ehe alles an seinem Platz ist. Ganz fleißige Helfer, die uns tatkräftig unterstützen, haben wir wenigstens schon mal 🙂
Zum Kommerziellen
Vereinbart wurde ein Festpreis, der den Transport der definierten Teile umfasste. Die Firma übernahm die Provision für ClickTrans. Mit der Anzahlung nach Auftragsbestätigung stand der Deal. Nach der Abholung musste ich den Restbetrag sofort zahlen – komplett. Das fand ich ungewöhnlich, doch auf einen Einbehalt und Sofortüberweisung oder Barzahlung bei Lieferung wollte man sich nicht einlassen. Da half nur vertrauen …
Beim Packen hielt ich mich streng an die Dinge, die gebucht waren, und hatte extra Umzugskartons in den vorgeschriebenen – recht kleinen – Abmaßen besorgt. Bei Beiladungen ist man eben nur bedingt frei. Am Ende war es aber kein Problem, ein Paket mehr, dazu noch zu groß, mitzugeben. Dafür ließ ich meine große Pflanze in Berlin. Die hätte den Transport durch die gerade europaweit herrschende Hitze kaum überstanden.































