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Doch noch Sommer geworden

Strand in Platanias

Stabile Temperaturen um Mitte 20 Grad am Tag, nachts 15 – 17, dazu Sonne – was will man mehr? Der Sommer ließ in diesem Jahr ungewöhnlich lange auf sich warten.

Der diesjährige März zeigte sich kalt und verregnet. Mit Wehmut dachten wir an unseren Aufenthalt mit Freunden vor zehn Jahren. 2026 hätte das Wetter ein solches Programm nie erlaubt. Noch Ende April goss und stürmte es unangenehm. Da wurde selbst der Marktbesuch in Chania mit unserem Familienbesuch aus Deutschland zur Herausforderung. Wir waren samt Hund komplett durchgeweicht.

Schnee auf Akrotiri am 5. Mai 2026

Fertig zum Einstieg für den Flug nach Berlin am 5. Mai vor toller Kulisse. Bei meiner Rückkehr am 8. Mai 2026 war der Schnee weg.

In den Bergen fiel sogar Neuschnee – Ende April 🙁 – und das nicht nur auf den imposanten Hochgebirgsmassiven der Lefka Ori (Weiße Berge) und des Psiloritis (Ida-Gebirge), sondern sogar auf den mit nur etwa 500 Metern vergleichsweise kleinen Gebirgszügen der Halbinsel Akrotiri. Dann keimte kurz Hoffnung auf, bevor die Temperaturen über den Ersten Mai erneut in den Keller rutschten, zum Glück diesmal nur kurz. Uns taten die Urlauber leid, die in den Osterferien auf Kreta der Kälte in ihren Heimatländern entkommen wollten.

Ein Gutes hatte das nasse und kalte Wetter: die griechischen Behörden berichten, dass die Wasser-Reservoirs gut gefüllt sind und auch der Boden ausreichend durchfeuchtet ist. Während Kreta in den letzten Jahren unter massivem Wassermangel litt, scheint die Insel in diesem Jahr für die große Trockenheit im Juli und August gut gerüstet zu sein.

Das sieht man selbst in unserem Garten:

Zeitweise glich der Garten vor und hinter unserem Haus einem Urwald. Unsere Neupflanzungen der letzten beiden Jahre, um die wir in den Sommern 2024 und 2025 ernsthaft bangen mussten, gedeihen nun prächtig. Vor allem die gerade mal zwei Jahre alten Bäume Feige und Granatapfel sind ordentlich gewachsen. Wenn man bedenkt, dass da noch vor zwei Jahren nur ein 50 Zentimeter hoher Strunk stand. Die Duft- und Standardgeranien sind übrigens jeweils nur eine Pflanze. Beide haben sich Anfang des Jahres dermaßen vervielfältigt. Auch um uns herum ist die Natur sehr viel üppiger und grüner als in den Vorjahren.

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