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R.I.P. Mammy, Olly und Nicky

Mammy, Olly und Nicky haben uns kurz hintereinander verlassen. Das ist es, warum ich nie Tiere wollte …

Was für ein Jahr – und dabei fing es mit der Geburt unserer weißen Tiger im März so wunderschön an. Doch die zweite Jahreshälfte wurde hart. Erst verließ uns Mammy, dann hatte Klein-Spotty seinen schweren Unfall, danach starb unsere liebe Olly und schließlich musste Käsekätzchen Nicky nach ihrem verheerenden Unfall eingeschläfert werden. Vor lauter Verzweiflung gingen uns sogar die Tränen aus …

R.I.P. ihr lieben Kätzchen! Es ist schön, dass ihr bei uns wart.
Wir hatten so viel Freunde mit Euch. 

Olly Mammy Nicky

Unsere liebe, liebe Olly (06/2021 – 18.09.2022)

Olly im Mai 2022

Unsere liebe Olly im Mai 2022

Die Mama unserer entzückenden weißen Tiger wurde nur 13 Monate alt. Sie starb Mitte September 2022. Die viel zu frühe Schwangerschaft hatte wohl Folgen.

Kätzchen Olli

Balkonkätzchen Olly mit knapp fünf Monaten im Oktober 2021

Olly kam im Juni 2021 neben unserem Grundstück zur Welt. Seit sie fünf Wochen alt war, lebte sie mit ihren Schwestern Nanny, Honey und Mini in unserem vorderen Garten. Über die Bougainvillea erklommen die Mini-Miezen bald unseren Balkon. Olly richtete sich dort häuslich ein.

Zunächst dachten wir, Olly sei männlich, denn sie war die einzige Nicht-Tricolor-Katze unter den Schwestern, doch mitnichten. Die süße Mieze genoss unsere Nähe – allerdings mit Abstand. Anfassen durften wir sie leider nicht und auch nicht einfangen für die Sterilisation. Olly was einfach zu clever. So nahm das Schicksal seinen Lauf.

Um die Babys, die auf unserem Balkon geboren wurden, kümmerte sich Mama Olly vorbildlich. Wir halfen der viel zu jungen Katzenmutter und sie ließ uns. Am Ende hatten wir eine richtige Arbeitsteilung: Olly verließ das Grundstück nur, wenn wir zuhause waren und kam sofort zurück, sobald wir wegfuhren. Die ersten vier Monate mit der felligen Rasselbande waren eine unwahrscheinlich glückliche Zeit.

Katzenfamilie im Garten

Olly mit ihrem Nachwuchs in unserem Garten. (mehr Fotos hier)

Wir adoptierten die kleinen weißen Tiger und kümmerten uns um das komplette Programm beim Tierarzt. Auch Olly sollte zum Arzt, sobald sie nicht mehr säugt.

Doch es kam anders. Wir konnten Olly nicht helfen.

Im Juli, als wir für vier Wochen nicht auf Kreta waren, wuchs Ollys Bauch plötzlich unnatürlich schnell. Die Freunde, die bei uns wohnten und sich um die Kätzchen kümmerten, vermuteten eine erneute Schwangerschaft. Als wir zurückkehrten, war Ollys Bauch flach und sie kam auch weiter regelmäßig zu ihren Kindern auf unseren Balkon und schmuste mit ihnen. Mischy durfte sogar noch saugen. Das passte absolut nicht zu einer Schwangerschaft. Doch dann schwoll Ollys Bauch urplötzlich wieder an …

Neue Babys hat es nie gegeben, dafür umso mehr Probleme im Bauch. Olly verstarb Mitte September an den Komplikationen des unerkannten Leistenbruchs. Die viel zu frühe Schwagerschaft und dann gleich so viele Kätzchen! Es ist furchtbar, dass wir nicht helfen konnten. Kurz bevor sie starb, hatte Olly dieselben seltsamen Augen wie seinerzeit ihre Mutter vor ihrem Tod. Dass Olly nicht mehr bei uns ist, tut unsagbar weh. Wir werden gut auf ihren Nachwuchs aufpassen.

Mammy (2018 – 06/2022)

Mom pregnant

Mammy im Juni 2021. Da wr sie hochschwanger mit Olly, Nanny, Honey, Mini und einer weiteren Mieze.

Erst eins, dann zwei, dann fünf: Mammy brachte uns nicht nur Olly und ihre Schwestern, sondern zuvor auch Micky und Nicky und davor Katerle.

Mammy, die einzige Tochter von Miezi, die sich nicht hatte verjagen lassen, hielt sich seit 2018 in unserem Umfeld auf, brachte uns einmal im Jahr ihren Nachwuchs und zog sich dann wieder zurück. Nach dem dritten Wurf gelang es uns, sie sterilisieren zu lassen. Danach kam die „Mutter vom Dienst“ nicht nur zur Fütterung auf unseren Balkon, sie richtete sich dort auch für die Nacht sowie Schlechtwetterphasen ein. Mammy ging es prächtig so ganz ohne Schwangerschaften.

Doch im Frühsommer begann Mammy plötzlich, beim Füttern um meine Gunst zu buhlen. Die Katze, die immer auf Abstand achtete, schlich auf einmal um meine Beine und ließ sich sogar streicheln – ein Abschiedsritual, heißt es. Mich überkam ein ungutes Gefühl, denn ihre Augen gefielen mir nicht – zurecht. Während ich noch darüber nachdachte, wie wir den Weg zum Tierarzt bewerkstelligen könnten, kam Mammy plötzlich nicht mehr …

Käsekätzchen Nicky (06/2020 – 28.09.2022)

Nicky wartet auf Käse

Nicky mit sieben Monaten. Sie wartet auf ihren Käse.

Unser süßes Plappermäulchen Nicky lebte seit Ende August 2020 bei uns – zunächst noch mit ihrem Bruder Micky. Sie starb an den Folgen eines schweren Unfalls.

Nicky-Katze

Nicky im Alter von vier Monaten

Auch Mammys 2020 geborene Tochter liebte unseren Balkon. Regelmäßig kam sie über diesen in unsere Küche, um sich ihren Graviera-Käse zu holen. Seit ihr Bruder Micky nicht mehr da war, übernachtete sie im Balkonregal. Der Versuch, Nicky Anfang 2020 sterilisieren zulassen, ging gründlich schief. Ein zweites Mal konnten wir sie nicht einfangen und so bekam sie zwei süße Katzenmächen, die die äußerst diskrete Nicky zunächst gekonnt versteckte. Erst Anfang September entdeckten wir die beiden: ein prächtiges Glückskätzchen und den süßen schwarz-weißen Floh Lillith.

Ende September fanden wir unsere Nicky mit einem offenen Beinbruch unter dem Grill auf unserer Terrasse – da, wo es ihr schon als Winzling gefallen hatte. Wie sie dermaßen schwer verletzt den Weg hoch über die Mauer schaffen konnte, war uns ein Rätsel. Der Unfall konnte nicht frisch sein, denn ein Heer von Fliegen belagerte die Wunde. Wir hatten Nicky und ihren Nachwuchs bereits eine Woche lang nicht mehr gesehen.

Zügig packten wir die nun vor Schmerzen wild um sich schlagende Nicky in die Transportbox und fuhren zum nächsten Tierarzt. Stavros Daskalakis reinigte und desinfizierte den offenen Bruch, gab Schmerzmittel und Antibiotika und schickte uns in eine spezialisierte Tierklinik nach Chania. Dort war von Beinamputation die Rede. Nicky würde ohne Bein sogar als Streuner gut klarkommen. Wir sagten die Kostenübernahme für die OP und die anschließende Pflege zu, obwohl wir uns fragten, ob das alles mit einer Katze, die uns nicht wirklich vertraut, klappen kann. Doch nach dem Röntgen und weiteren Tests stand fest, dass unsere Nicky eingeschläfert werden muss. Denn auch ihr Becken und ihr zweiter Hinterlauf waren gebrochen, dieser sogar mehrfach. Durch die Keime in der offenen Wunde hatte sich Nicky eine unheilbare Blutvergiftung zugezogen.

Lilith und Devel

Lilith (rechts) und Devel sind unzertrennlich.

Wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte, ließ sich nicht rekonstruieren. Da aber auch ihr Glückskätzchen fehlte, wird die gewöhnlich übervorsichtige Nicky ihm wohl zu Hilfe gekommen und dabei verunglückt sein. Wir haben unser Käsekätzchen im Olivenhain beigesetzt und kümmern uns nun um ihren entzückenden Floh. Die kleine Lilith hat sich den anderen Miezen auf unserem Grundstück angeschlossen und unsterblich in ihren Cousin Devil verliebt. Die beiden sind unzertrennlich – und werden schnellstmöglich kastriert.

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