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Auf nach Kreta – letzmalig mit deutschem Kennzeichen

Auf nach Kreta mit dem Auto
Vollbepackt geht es los nach Kreta.

Das Abenteuer für Fahrer und Frau startete. Ich war ein paar Tage zuvor nach Berlin geflogen, um das Auto vollbepackt zu übergeben, bevor ich in den Flieger zurück nach Kreta stieg.

Wir hätten unser betagtes Fahrzeug gern selbst überführt, um nochmal durch Osteuropa zu reisen. Dass es die Tour durchhält, war uns klar, auch wenn unser reiseerfahrenes Auto in den letzten drei Jahren nur noch in der Tiefgarage vor sich hin alterte. Doch zum Selbstfahren fehlte uns die Zeit. Wer hätte auch auf unsere vielen Tiere aufpassen sollen? So waren wir dankbar, dass die Verwandtschaft den Transport über die Italienroute übernahm – troz anfänglicher Skepsi, ob das Auto den Weg auch schafft. Pünktlich zu meinem runden Geburtstag trafen Auto und Besatzung wohlbehalten bei uns ein. Wie es mit dem Fahrzeug weitergehen soll, war bei der Ankunft allerdings noch unklar.

Verkaufen oder selbst fahren?

Die Überführung war eh‘ umstritten. Lohnen sich Aufwand und Kosten für ein so altes Auto noch? Die Frage tauchte im Vorfeld immer wieder auf. Okay, wir hätten das gute Stück – Marke unkaputtbar – gleich in Berlin verkaufen können. Laut Schwacke wären selbst Mitte 2025 noch sechstausend Euro drin gewesen. Doch sogar der Verkäufer in dem unserer Werkstatt angeschlossenen Autohaus riet mit den Worten: „Den könnt Ihr noch als Oldtimer fahren“ davon ab. Irgendwie mochte ich mich von unserem Reisemobil, das uns stets zuverlässig über so viele Jahre an wunderschöne Orte in West- und Ost-, Süd- und vor allem Nordeuropa gebracht hatte, auch gar nicht trennen.

Das Auto auf Kreta zu verkaufen, stand als Option ebenfalls im Raum. Das Ganze hatte aber einen Haken – Stichwort: griechische Einfuhr- und Umweltsteuer. Wir hätten hier einen Bulgaren oder Rumänen als Käufer finden oder das Auto für den Verkauf an einen Griechen vorab in Griechenland umschreiben lassen, also kostenpflichtig importieren müssen.

Das Auto bleibt

Ich selbst will überhaupt nicht verkaufen, denn seit wir dauerhaft auf Kreta leben, wird es mit nur einem Auto terminlich oft eng, mal abgesehen von anderen Dingen. Wie richtig ich liege, zeigte sich sofort, als meine Geburtstagsgäste abgereist waren. Weil der Reifen des Hyundais plötzlich platt war, mussten wir auf den „Zweitwagen“ umsteigen, um zur Generalprobe unseres Tanz-Teams zu gelangen. Wochen später hatte der Hyundai einen Motorschaden. Ohne den alten Mitsubishi wäre die Lage unangenehm geworden. Auch für die Fahrten zum Tierarzt, die im Herbst wieder zahlreich anfielen, machte sich das zweite Fahrzeug bezahlt. So stand schnell fest, dass wir den Mitsubishi bis zum bitteren Ende fahren und offiziell nach Griechenland einführen werden – trotz Euro-4.

Sicherheitshalber haben wir unsere Dokumente im Zollbüro in Souda schon mal auf Vollständigkeit prüfen lassen. Noch ist ja Zeit, denn erst am 22. März endet die 180-Tage-Frist. Wir wollen schauen, ob wir die 3.000 Euro „Straf“-Steuer für Euro-4 über den Trick mit dem Umzugsgut nicht doch noch sparen können.

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