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Unser Dicky hat seinen letzten Atemzug getan

Kater Dicky
Sommer 2025: Kater Dicky entspannt bei uns im Haus.

Wir haben unseren betagten Kater Dicky heute erlösen lassen. Die Zeit war unübersehbar gekommen. Leichter hat es das nicht gemacht.

Als wir Kater Dicky am letzten Wochenende in der sengenden Sonne fanden, ahnten wir, dass wir bald handeln müssten. Norbert trug den völlig überhitzten Dicky zurück in den Schatten, kühlte sein Fell, versorgte ihn mit Wasser und Futter, sprach leise mit ihm und streichelte den dankbaren Kater. So wie unzählige Male in den nächsten Tagen. Laufen oder stehen konnte er nicht mehr. Die Hoffnung, dass sich sein Zustand bessern könnte, zerschlug sich schnell. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Schnell fraß er nicht einmal mehr. Da wir dem alten Herrn die einstündige Fahrt in unsere Stamm-Tierarztpraxis ersparen wollten, sprach ich gestern mit Tierarzt Stavros Daskalakis im Ort – erstmal für alle Fälle. Heute früh hatte auch er keine Zweifel mehr. R.I.P. lieber Dicky!

Dicky am Futterplatz in Kontomari

Dicky (unten rechts) 2023 am Futterplatz von Tierschützerin Anastasia in Kontomari

Dicky kam kurz vor dem Jahreswechsel 2024/25 zu uns – um zu bleiben, wie sich bald herausstellte. Da lag bereits ein langes Katzenleben hinter ihm. Wie lang genau, konnte sein kaputtes Gebiss nicht verraten. Von Dickys Vorleben wissen wir nichts, nur, dass er zuvor den Futterplatz in Kontomari besuchte. Wir entdeckten ihn später zufällig auf einem älteren Foto, das seinerzeit für einen Blog-Post entstand.

Der alte Herr fand bei uns ein neues Zuhause. Warme und trockene Außenschlagplätze gibt es ja genug, Wasser, Futter und Streicheleinheiten auch. Zunächst aber gings zum Tierarzt, der herausfand, dass Dicky bereits kastriert ist. Da der Kater krank aussah, ließen wir in unserer Stamm-Tierarztpraxis abklären, was ihm fehlt. Sofi Terezaki untersuchte ihn, behandelte die Zähne, checkte Blut und Urin. Es folgte eine langwierige Behandlung von Nieren und Leber mit Spezialfutter, Tabletten- und Spritzenkur. Dazu musste Dicky ins Haus umziehen. Doch nach ein paar Wochen hatte der arme Kerl genug. Mit seinem unbedingten Willen nach Freiheit zerstörte er Falt- und Fliegenschutztür, um nach draußen zu gelangen. Danach ließ es sich zwar weiter jeden zweiten Tag spritzen, doch mit den Tabletten hatten wir nun keine Chance mehr.

Trotz der abgebrochenen Behandlung fühlte sich Dicky offensichtlich besser, spazierte durch Grundstück und Olivenhaine und fand seine Lieblingsplätze. Er genoss auch weiter seine Streicheleinheiten. Wir freuen uns, dass wir Senior Dicky noch eine so schöne Zeit bei uns schenken konnten. Gern wären wir länger für ihn da gewesen.

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