Chania Venezianischer Hafen Kreta
30
Mai
2018
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Knöllchen in Chania

Jetzt wird es ernst: Erstmals haben wir im März in Chania Knöllchen für Falschparker gesehen – gleich die ganze Straße entlang. Wir standen zum Glück im Parkhaus.

Mit Strafzetteln die Kasse zu füllen, ist auf Kreta noch nicht lange üblich. Ich fand ja schon immer, dass die Ahndung von missachteten (Verkehrs-)Regeln auf der Insel ordentlich was bringen könnte. Blöß hätte darauf niemand hören sollen …

Inzwischen soll es neben der Bestrafung von Falschparkern auch richtige Verkehrskontrollen geben. Erlebt haben wie sie kurioserweise bislang nur für Fahrräder. Jetzt aber sind auch die motorisierten Verkehrsteilnehmer dran, heißt es bei Radio Kreta. Also besser nicht von den kretischen Autofahrern zu riskanten Aktionen motivieren lassen und bei Fahrten in die Städte sicherheitshalber den Bus nehmen. Der kommt auch an und ist deutlich bequemer – und preiswerter.

Parkhäuser bewahren vor Strafzetteln

Parkhaus in Chania

Parkhaus in Chania in Altstadt-Nähe | PLAZA IKE

Wer unbedingt mit dem Leihwagen nach Chania will: Es gibt mehrere Parkhäuser, von denen aus Altstadt und Markthalle gut zu Fuß erreichbar sind. Die mehrstöckigen Parkhäuser – es geht mal nach oben, mal in die Tiefe – sind für deutsche Verhältnisse meist übervoll, Platz haben wir aber bisher immer gefunden. Das Personal hilft, wenn der Andrang sehr groß wird, auch beim Ein- und Ausparken. Dass man sein Auto ohne Parkschaden wiederbekommt, ist dabei allerdings nicht garantiert. Das kann aber auch draußen auf der Straße vorkommen. Wohl dem, der für den Fall der Fälle eine Vollkaskoversicherung zum Leihwagen hat.

Übrigens, Einbahnstraßen falsch entlang zu fahren, wird natürlich auch bestraft. Nur kann man die entsprechenden (oft versteckten) Verkehrszeichen leicht übersehen bei der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz. So wie Norbert neulich am Castello in Rethymnon, als er mit einem Freund auf Besichtigungstour unterwegs war. Der Polizist vor Ort war wenig erfreut und ziemlich streng. Seinen Führerschein sollte sich Norbert später im Polizeigebäude abholen.
Nachdem die beiden dann doch noch einen Parkplatz in der Stadt gefunden hatten, machten sie sich auf die Suche nach der Polizeibehörde. Sie wurden irgendwann fündig und schafften es sogar, sich zur richtigen Stelle durchzufragen. Der Führerschein war noch nicht angekommen. Als der Polizist ihn brachte, war er immer noch recht böse drauf, aber Demut, Einsichtigkeit und bescheidenes Auftreten kamen gut an. Norbert erhielt seinen Führerschein ohne Strafbescheid zurück.

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