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Orangenmarmelade aus Bitterorangen DIY

Ich mag keine Marmelade, diese schon. Mit fruchtigem Orangenaroma, dem herben Geschmack und relativ wenig Zucker ist sie ein Genuss, finden wir.

In einem Garten im nahen Kamisiana gibt es einen Baum, der sowohl Zitronen als auch Orangen trägt. Letztere sind allerdings bitter, so dass der Herr über den Baum keine Verwendung für sie hat. Irgendwann lagen ein paar Exemplare in meiner Küche. Marmelade wollte ich versuchen, aus ganzen Früchten. Mit der Verarbeitung ganzer Orangen für Kuchen hatte ich während der Orangen-Schwemme im Herbst 2018 schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Warum soll das nicht auch bei Marmelade funktionieren?

BitterorangenSchön sehen sie nicht aus

Die Bitterorange oder Pomeranze, auch Sevilla-Orange und Saure Orange genannt, ist eine Zitruspflanze. Ihre Frucht ist orangenähnlich, aber bitter und kleiner. Entstanden ist die Bitterorange vermutlich als Hybride zwischen Pampelmuse und Mandarine, wahrscheinlich im Süden Chinas. (Quelle)

Marmelade kochen ohne Gelierzucker

Zum Marmelade kochen aus Zitrusfrüchten braucht man Gelierzucker gar nicht. Das Geheimnis liegt in der weißen Schicht zwischen Schale und Fruchtfleisch. Die hatten es mir schon als Kind besonders angetan, auch wenn die Erwachsenen regelmäßig warnten, wie schädlich sie sei. Aber sie ist gesund! Denn darin stecken viele gesunde Pflanzenstoffe, Vitamin C und verdauungsfördernde Ballaststoffe wie das Pektin.

Pektine sind lösliche Ballaststoffe und hochkomplexe Kohlenhydrate. Sie haben ein hohes Wasserbindungs- und Quellvermögen. Genau darauf lässt sich ihre verdauungsfördernde Wirkung zurückzuführen

Marmeladen-Experiment gelungen!

Inzwischen sind einige Gläser mit Marmelade gefüllt, denn nach dem ersten Versuch folgte der Früchtenachschub prompt. Da mir die Arbeit mit nur Bitterorangen doch zu gewagt erschien, habe ich der Marmeladenmasse noch einige wenige süße Orangen zugegeben: auf zwei Bitterorangen je eine süße von etwa gleicher Größe.

Das Rezept ist simpel:

  1. Unbehandelte Orangen im Ganzen unter heißem Wasser gründlich waschen.
  2. Die äußere Schale fein abschälen und beiseite legen.
  3. Fruchtfleisch grob zerteilen – Saft dabei auffangen – von Kernen befreien, in ein hohes Gefäß füllen und mit dem Stabmixer pürieren.
  4. Masse in einen breiten Topf füllen.
  5. Schale in sehr feine Streifen schneiden und in den Topf geben. (Ich habe nicht alle Schalen benutzt.)
  6. Vanille und etwas Zimt hinzufügen.
  7. Zucker nach Geschmack zugeben. (Bei mir waren es etwa 300 g Kastanienzucker in Raw-Qualität für 6 Orangen. Kastanienzucker süßt stark.)
  8. Etwa eine Stunde leicht sprudelnd kochen. Dabei regelmäßig umrühren. (Ich hatte den Topf nicht abgedeckt.)
  9. Sobald die Gelierprobe gelingt, in vorbereitete Gläser füllen und gut verschließen.

Sechs Orangen (4 bittere und 2 süße) ergaben bei mir 3 kleine Marmeladengläser.

Und nun viel Spaß beim Probieren!
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