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Straßen bauen im Olivenhain

Straßenbaumaschinen im Olivenhain

Es wurde schon dunkel, als vor unserer Haustür schwere Fahrzeuge vorfuhren. Schnell stand fest: Die Straße soll asphaltiert werden. Jetzt – um diese Zeit!

Dass die Straße es nötig hat, steht außer Frage. Denn der Weg, der zwischen der alten und der neuen Nationalstraße durch den Olivenhain führt, ist reichlich heruntergekommen mit Schlaglöchern, seitlichen Abbrüchen und „Stufen“, an denen man mit einem kleinen Pkw aufsetzt. Der asphaltierte Teil reicht nur bis kurz vor unser Haus, gefolgt von einer Schotterpiste. Streng genommen, dürften wir mit dem Leihwagen gar nicht bis vor die Haustür fahren. Aber die Straße ist gut frequentiert. Nicht nur Anwohner mit ihren Pick-ups nutzen sie, auch landwirtschaftliche Fahrzeuge  – vor allem jetzt während der Olivenernte.

Vorab angekündigt hatte die Gemeinde natürlich nichts. Als Native Speaker brachte unsere Nachbarin beim Projektleiter in Erfahrung, was genau passieren soll. Die Reparatur der defekten Zufahrt am Abzweig von der Straße nach Kondomari war kurioserweise nicht geplant. Aber die Bauarbeiter versprachen, Alphalt drauf zu kippen, sollte Material übrig bleiben.

Wir brachten unsere Autos in Sicherheit und beobachteten das Treiben vom Balkon aus. Erst spät in der Nacht stellten die Bauarbeiter die Arbeiten ein. Uns war rätselhaft, wie sie unter diesen Bedingungen und ohne Licht überhaupt etwas sehen konnten.

Wir haben eine neue Straße

Die Nachtarbeit hatte etwas Gutes: Heute am Morgen war der Weg bereits wieder befahrbar. Die Bauarbeiter besserten letzte Schadstellen aus und verschwanden bald mit ihren Fahrzeugen.

Als wir später einkaufen fuhren, war die Zufahrt zur Straße tatsächlich ausgebessert. Ob das lange halten wird – jetzt, wo der Winter und damit die Schlechtwetter-Periode bevorsteht – bleibt abzuwarten.

Einen ganz großen Nachteil haben die Reparaturarbeiten:
Unsere Straße ist nun Rennpiste. Wo die Kreter vorher aus Angst um ihre Autos im Schritt-Tempo über die Schotterpiste fuhren, wird jetzt „gebrettert“, was bei der Enge und den vielen Kurven nicht gerade ungefährlich ist.

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