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Auswandern mit über 60?

Ursula und Norbert Taege

Ich mag meinen Job im Management eines internationalen Unternehmens, aber er ist definitiv irgendwann zu Ende.

Wenn ich mir so ansehe, was sich aktuell im Business tut, so kann das schneller gehen, als mancher denkt. Wirklich leid tut es mir nicht – ist eh‘ höchste Zeit. Aber was kommt danach?

Die Aussicht auf ein Leben als Ruheständler oder mit Geld vom Amt – was für eine schreckliche Assoziation. Keine Pläne mehr zu haben, ist eine entsetzliche Vorstellung, immer nur Urlaub aber auch keine Lösung. Ich arbeite seit ich 16 bin, weil es mir Spaß macht und finanzielle Freiheiten brachtet, zunächst neben Schule und Studium, später oft auch parallel zum regulären Job. Ich brauche das und komme mit Nichts-tun nur schwer zurecht.

Okay, es gibt auch in Deutschland was zu tun. Norbert zeigt es gerade mit seinem Engagement als Lese- und Lernpate an einer Berliner Grundschule. Aber so ’ne richtige Herausforderung ist das nicht. Nochmal ganz von vorne anfangen, was Neues aufbauen, neue Menschen kennenlernen und in einer fremden Sprache bestehen, das wär’s doch! Dass wir keine Enkel haben und auch unsere Kinder gern durch die Welt touren, macht es leichter. Die Aussicht auf Sonne und Meer allemal.

Es ist schön, endlich wieder träumen zu können. Los geht’s!

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