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Silvesterreise nach Chania auf Kreta

Chania Altstadt im Dezember 2006

In Chania, Kretas schönster Stadt und meinem Favoriten auf der Insel, wollten wir das neue Jahr 2007 begrüßen. Dass Kreta zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist, hatten wir gelesen. Jetzt wollten wir es in Chania live erleben.

Anreise

Mit EasyJet nach Athen, dann mit der Metro Linie 3 (blau) bis Monastiraki und weiter mit der Linie 1 (grün) nach Piräus – die Tipps im Internet passten perfekt. Fährtickets nach Chania kauften wir direkt im Hafen. Beim Kauf musste ich allerdings doch wieder auf Englisch ausweichen. Reklamieren war im Griechisch-Kurs noch nicht dran, auch nicht in Nenas privaten Crash-Kursen vor dieser Reise.

Wir waren rechtzeitig an Bord, um unsere Kabine zu beziehen und dann vom Sonnendeck aus das abendliche Treiben rund um den Hafen zu beobachten. Nach dem Schmuddelwetter kamen uns die laue Luft und das südliche Treiben richtig unwirklich vor. Um 21 Uhr legte die Anek Line ab.

Dass die Fähre (leider) keine skandinavische ist und damit wenig Ablenkung bot, hatte auch Gutes. Wir waren am nächsten Morgen um halb sechs in Souda recht fit. Der Bus stand vor dem Schiff, wir eine gute Viertelstunde später frierend im venezianische Hafen von Chania. Es war ganz schön frisch hier. Ich war froh, den Wintermantel angezogen zu haben, auch wenn der dann nur noch im Schrank hing …

Chania-Leben im Dezember

Das  gastliche „El Greco“ wurde kurz darauf unser Zuhause auf Zeit. Wir durften gleich einziehen und konnten unseren Urlaub von jetzt an richtig genießen. Täglich lange schlafen – schon damit es durch die Sonne warm wurde im Zimmer, dann nachsehen, ob noch Wasser im Hafen ist, in der Sonne auf der Mole lesen oder in der Taverne, danach Mittagsschlaf und nach acht wieder los zum Hafen und in die Taverne – meist in die Taverna Kavouras im Hafen oder ins Tamam in der »zweiten Reihe«. Unsere »Kreta-Diät« mit sieben Stunden Essen und Trinken am Tag und viel Ruhe hatte dann auch Folgen: drei Kilo mehr in nur einer Woche!

Bilder aus dem Dezember 2006

Die Stadt inklusive historische Markthalle besuchten wir natürlich auch. Rund um die Halle fand am letzten Tag des Jahres die Silvesterveranstaltung statt. Da hier aber in dieser Nacht auch der Weihnachtsmann kommt, sind die Griechen meist zu Hause und kommen erst nach Mitternacht heraus. Zu dieser Stunde genossen wir bereits von der Hotelterrasse aus das Feuerwerk über der Stadt.

Ausflug mit dem Leihwagen

Mit dem Leihwagen waren wir an Orten, die uns aus vergangenen Urlauben bekannt waren. Jetzt, so ohne Touristen, war die Atmosphäre doch sehr anders. Selbst in Spili, wo sich in der Saison Taverne an Taverne reiht, gab es nur einen Ort, an dem wir etwas zu essen bekamen – und in ein Gespräch verwickelt wurden. Der junge Kreter war sehr stolz, seiner Freundin sein Deutsch vorführen zu können.

In Bali herrschte reges Treiben, Überall wurde (an)gebaut, um für die kommende Saison fit zu sein – leider auch im Ormos Atali. In den Dörfern lief die Ernte: Orangen, Zitronen und vor allem Oliven. Die Bauern waren die meiste Zeit des Tages draußen. Zum Glück, denn als wir uns bei Plakias hoffnungslos im Olivenhain verfahren hatten, fanden wir einen hilfsbereiten Griechen, der uns mit seinem Pick-up den Weg zur Straße wies.

Rückfahrt über Athen

Auf dem Rückweg nach Berlin konnten wir uns in Athen umsehen. Die Fähre legte pünktlich um sechs Uhr früh in Piräus an. In der Metrostation Monastiraki hatte ich schon auf der Hinfahrt Schließfächer entdeckt. So früh am Morgen waren zum Glück noch Fächer frei. Befreit von unserem Gepäck kamen wir gerade rechtzeitig zur Wachablösung auf dem Syntagma-Platz (Platz der Verfassung) im Zentrum der griechischen Hauptstadt an. Leider war es noch etwas zu dunkel für schöne Fotos … Dann ging’s auf direktem Weg zur Akropolis.

Die rund zehn Stunden bis zum Abflug am späten Nachmittag reichten, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Irgendwann werden wir das vertiefen. Im September aber geht es erstmal wieder auf die Insel. Denn es heißt nicht zu unrecht: »Einmal Kreta – immer Kreta«.

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