Chania Venezianischer Hafen Kreta
8
Mai
2016
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Panne mit dem Leihwagen

Balos mit dem Leihwagen

Balos, die wunderbare Lagune im Nordwesten Kreta, kann es durchaus mit Traumstränden in Südostasien aufnehmen. Es lohnt sich hinzufahren.

Man kann Balos auf unterschiedliche Weise erreichen:

  1. über das Meer
    mit dem Ausflugsboot ab Kissamos oder – mondäner – mit einer der Yachten, die z.B. ab Falassarna unterwegs sind
  2. auf dem Landweg
    zu Fuß in gut eineinhalb Stunden ab Kalivini, mit dem Rad oder mit dem Auto.

Ausflugsboote fahren nur in der Saison und sind meist übervoll. Der beschwerliche Landweg funktioniert dagegen immer, sofern die Straße nicht wegen Wetterunbilden gesperrt ist. Aber die letzten sieben Kilometer nach dem Passieren der Zugangskontrolle zum Naturschutzgebiet (Eintritt wird nur während der Saison kassiert) können lang werden, denn die Schotterpiste ist sehr schlecht.

Das wissen selbstverständlich auch die Verleiher, die sofort rot sehen, wenn sie Balos nur hören …

Für Leihwagen verboten

Da das Befahren von unbefestigten Straßen in den Mietkonditionen der Leihwagenanbieter untersagt ist, muss man im Fall der Fälle für einen Schaden selbst aufkommen. Der Versicherungsschutz entfällt komplett. Trotzdem ist der Parkplatz auf dem Felsen oberhalb der Lagune immer gut mit Leihwagen gefüllt – zum Leidwesen der Autovermieter.

Es soll inzwischen Initiativen von Verleihern geben, die die Gemeinde Kissamos dazu drängen, den Landweg nach Balos für den öffentlichen Verkehr zu schließen. Ab dem Eingang in den Nationalpark sollen dann nur noch organisierte Transporte unterwegs sein. Die Gemeinde könne sich allerdings dafür (noch) nicht begeistern.

Vorsicht mit der Wortwahl bei Pannen nach Balos

Aber die Balos-Phobie kann auch Blüten treiben. Vom Balos-Beach-Hotel in Kaliviani kommend (befestigte Straße!), kehrten wir im Gramvoussa-Restaurant ein, bevor es nach Hause gehen sollte. Nach etwa zehn Kilometern Fahrt auf der New National Road in Richtung Chania schepperte es so entsetzlich im Radkasten auf der Beifahrerseite, dass wir an der nächsten Tanke halten mussten. Rein äußerlich war nichts zu sehen und auch der Tankwart fand auf der Hebebühne keine Ursache.

Wir mussten die Hotline des Verleihers anrufen. Dort reagierte man so inkompetent und anmaßend, dass ich bei diesem Verleiher sofort nie wieder buchen wollte. Das potenzierte sich noch, nachdem das Wort Balos gefallen war … Gut, dass der Tankwart die Kommunikation übernahm. (Die Company hat sich zwei Wochen später bei der Abgabe des Wagens in Heraklion dafür entschuldigt und wir sind jetzt wieder Freunde.) 

Die Ursache für das entsetzliche Klappern haben wir dann selbst entdeckt. Bevor wir uns in unser Schicksal ergeben, wollten wir einen letzten Versuch starten und montierten das Rad ab. Es musste doch irgendetwas in diesem Radkasten sein! Wir lagen richtig. Mit etwas Geschick konnten wir tief im Innern einen winzigen Stein greifen, den wir uns wahrscheinlich auf dem Parkplatz des Gramvoussa-Restaurants (unbefestigt) geholt hatten. Kaum vorstellbar, dass dieser Winzling solche Folgen hatte. Wir konnten den Abschleppwagen zum Glück wieder abbestellen.

TIPP für alle, die dann doch selbst zahlen müssen:
Laut Telefonat im Mai 2015 übernimmt der ADAC die Abschleppgebühren in Höhe von 300 Euro. Man kann sich von jedem Unternehmen abschleppen lassen – einfach den Beleg später einreichen. Gut zu wissen, auch wenn wir den Service zum Glück nicht in Anspruch nehmen mussten.
Als ich die deutsche 0800-er Nummer des ADACs anrief, war diese auf einen griechischen Service umgeleitet. Aber keine Sorge, man spricht auch Deutsch. Nervig waren allerdings die Standard-Abfragen zu Gesprächsbeginn, ehe ich mein Anliegen vortragen konnte.

Neugierig auf den Weg?
Eine Idee davon und von dem, wofür man den Weg auf sich nicht, gibt es auf YouTube. So leer ist es allerdings nur außerhalb der Saison. YouTube-Video von visitcrete.com

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